Das Histogramm verstehen

Das Histogramm verstehen

Digitalkameras bieten die Möglichkeit ein Histogramm zur Belichtungskontrolle anzusehen. Das Histogramm ist hilfreich, wenn man das Wissen hat, wie es zu interpretieren ist.

Das Histogramm stellt sich dar wie ein Bergpanorama mit mehr und weniger hohen Bergen.
Die Berge sind die Helligkeitsstufen im Bild. Und zwar von Links nach Rechts von Dunkel zu Hell.
Das Histogramm darf man nicht losgelöst von der Aufnahmesituation betrachten. Im Gegenteil, steht es immer im Kontext. Wenn es Dunkel ist und nur wenige Lichter vorhanden sind, sind links viele hohe Berge und rechts nur ganz winzige kleine Berge zu sehen. Oder umgekehrt, z.B. bei eine Winterlandschaft.
Wichtig ist es zunächst einmal visuell zu bestimmen, wie es gerade vor Deiner Kamera ausschaut. Es geht nicht darum, was es zu sehen gibt. Es geht um die Verteilung der Helligkeitsstufen. Anselm Adams hat dafür das Zonensystem genutzt. Im Histogramm dürfen die Berge am linken und rechten Rand keinesfalls abgeschnitten sein. Ist dies dennoch der Fall, dann kann ich die Belichtung entsprechend verkürzen oder verlängern, bis der Fuss des Berges zu sehen ist.

Vielleicht hast Du schon einmal von dem Tipp gehört, man solle nach Rechts belichten. Exposure to the Right. Das hat einen guten Grund. Rechts sind die Lichter. Werden diese überbelichtet, dann sprechen wir von einer ausgefressenen Belichtung. Und diese können wir nicht korrigieren in der Bildbearbeitung. Ganz anders im Bereich der Tiefen, also den dunklen Bildbereichen. Unterbelichtungen in diesem Bereich können meist sehr gut in der Bildbearbeitung aufgehellt werden um Strukturen erkennen zu lassen.

Wenn Du das Histogramm einmal verstanden hast, ist es ein sehr hilfreiches Mittel um die Belichtung zu korrigieren bzw. die Helligkeitsverteilung zu sehen, so wie sie die Kamera beurteilt.
Hier ein folgt ein Bildbeispiel mit einer nicht ganz korrekten Belichtung in den Lichtern:


Im Histogramm ist links und in der Mitte alles gut. Nur Rechts sieht man abgeschnitte Berge. Nicht nur die Spitzen fehlen, sie befinden sich auch noch zu weit rechts. Das ist ein Indiz für ausgefressene Lichter. Und diese finden sich im Bild oben in der Wolke mit der Sonne. Es sind einfach nur weiße Flächen.

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“Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre.” – Robert Bresson, 1901-1999

objektiv subjektiv

“Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen -der Spieler- mit in meine objektiven einfließen zu lassen.” – Erich Ribbeck