Domquichotte – Die Bildlooks der Profis

Das Buch fängt mit zwei Fragen an. Das erste Kapitel beantwortet die Frage, worum es in dem Buch geht. Das zweite Kapitel beantwortet die Frage, wer braucht das Buch? Derjenige bestimmt nicht, der bei seinen retouchierten Bildern voller Selbstvertrauen und dem Brustton der Überzeugung sagt, das ist so gewollt. Derjenige welcher braucht auch meine Rezension nicht und darf sich anderen Artikeln in meinem Blog zuwenden. Sie sind noch da? OK.

Dann sage ich Ihnen mal was zu dem Buch.

Der Titel ist Programm. Es geht um Bildlooks. Bildlook ist nicht gleichbedeutend mit Bildstil. Dieser kleine aber feine Unterschied wird u.a. besprochen.
Wer Bildlooks bisher nur aus bekannten Videotutorials diverser angehimmelter Meister nachgeahmt hat und gar nicht so richtig begriffen hat, was er da tut, dem sei dieses Buch empfohlen. Der Theorieteil widmet sich den grundlegenden Fragestellungen rund um das Thema Bildlook. Sehr lehrreich sind die Kapitel Farbenlehre sowie das Fachlexikon, damit man sich der Terminologie bewußt wird. Und was ich schon immer gesagt habe, (@Nils ;=)) Farbmanagement beginnt bei der Aufnahme. Und wer bisher nur geahnt hat, aber es nicht richtig wußte, kann etwas über unbunte Farben lernen. Denn die gibt es wirklich und sind bedeutungsvoll.

In den Kapiteln zur globalen Technik im Theorieteil werden die zum Einsatz kommenden Techniken vorab erläutert und die dazugehörige Syntax erklärt. Ein ganz spannendes Kapitel für in photoshop nicht versierte Leute, zu denen ich mich auch zähle.

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Nach dem Pauken der Theorie geht es los.

 

Auf rund 360 Seiten geht es jetzt nur noch um einzelne Bildlooks. Domquichotte hat eine Einteilung der vorgestellten Looks vorgenommen in Portrait, Beauty, Editorial, Commercial, Fashion Outdoor, Detail, Hochzeit, 1920er, Hippie, Low-Key, Teilakt, Voyeur, und Effekte.

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Den Look sieht man auf der linken Seite. Auf der gegenüberliegenden zeigt eine Grafik das jeweilig verwendete Panel aus Photoshop. Oben rechts sind grundlegenden Überlegungen zu dem Look aufgeführt. Darunter in Form einer Liste stehen die Angaben zu den Arbeitsschritten.

Fazit: Ein hochspannendes Buch für Fotografen, die nicht nur ihren eigenen Bildlook entwickeln wollen, sondern auch an grundlegendem Wissen interessiert sind. Denn mit diesem Buch weiß dann auch jeder was er tut, von dem er es bisher nur geahnt hat. Und dann geht bei der Aussage “das ist so gewollt” der Daumen hoch.

Viel Spass mit dem Buch und gutes gelingen bei der Umsetzung. Ich bin gespannt auf Eure Ergebnisse, die Ihr auch gerne in die Kommentare stellen dürft.

Weiterführender Link:
rheinwerk-verlag

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Die Bildlooks der Profis: Kreative Bildstile mit Photoshop und Lightroom

Im Anschluss an die Buchrezension und in Ergänzung habe ich hier das Video-Training vorgestellt.http://objektivsubjektiv.info/blog/perfekte-schoenheit-domquichotte/

 

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

Bei dem Bemühen um Objektivität können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Wenn Ihnen etwas auffällt, schreiben Sie bitte eine Nachricht an den Autor.

Uwe Möbus beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Fotografie. Seine Erfahrungen gibt er in Trainings, Workshops und individuellen Coaching an alle Interessierte weiter.

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“Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen -der Spieler- mit in meine objektiven einfließen zu lassen.” – Erich Ribbeck

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Im Titel wird klar, dass alles Objektive von Subjektivität beeinflußt wird. Alles Geschriebene ist meine persönliche Meinung. Und diese ist nicht beeinflußbar, auch nicht mit viel Geld.
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