Leica M-10 D Purismus Pur

Nur von Leica gibt es eine digitale Systemkamera, die wie eine analoge M aufgebaut ist. Auf ein Display und die dazu gehörenden Tasten wurde komplett verzichtet. Das Bedienkonzept beschränkt sich auf Einstellungen wie Blende, Zeit und ISO. Die Kamera ist im Grunde eine analoge Kamera, nur das an Stelle eines Films ein Sensor für die Bildaufnahme zuständig ist. Der Sucher ist ebenfalls analog wie in alten Zeiten. Schließlich haben wir es hier mit einer Leica M zu tun. Im Sucher werden nur wenige wesentliche Informationen digital angezeigt.

Mir gefällt diese Reduzierung auf das Wesentliche sehr gut. Da ich Fotografieren nicht nur im rein technischen Sinn gelernt habe, kann ich sehr gut mit der Kamera arbeiten. Diesen ganzen Schnickschnack und die Überfrachtung von Menüeinstellungen bei anderen Systemkameras sind mir ein Graus. Ich habe sie nie genutzt. Wozu auch? Was brauche ich mehr als Zeit, Blende und ISO? Nichts!

Auf Filmsimulationen kann ich auch verzichten. Meine Fujifilm Kameras bieten das. Schön zu haben, das ist aber schon alles. Das brauche ich doch alles gar nicht bei der Aufnahme. Der fotografische Alltag ist doch überschaulich. Als Peoplefotograf brauche ich keinen Augenautofokus. Als Landschaftsfotograf brauche ich erst Recht keinen Autofokus! Ich fotografiere bewusst. Und lerne dabei Sehen. Fotografie als Medition ganz im Sinne des Gewahrseins und der Achtsamkeit.

Die Leica M-10 D ist für mich eine perfekte Kamera. Sie ist einfach in der Handhabung in wahrsten Sinne des Wortes. Egal wie ich sie anfasse, ich kann nicht aus Versehen irgend einen Einstellknopf drücken. Sie sind schlicht nicht vorhanden. Die Idee mit den Einstellrad auf der Rückseite finde ich genial. Die besondere Art mit der Leica M-10 D zu fotografieren ist das Zusammenfassen zweier Welten, der Analogen und der Digitalen. Nur die Handhabung mit Chemikalien entfällt. Die Entwicklung und Ausarbeitung der Bilder erfolgt am Computer. Und das ist auch gut so.


Leica Presseinformation:

Presseinformation
Leica M10-D: Digitales Herz, analoge Seele.

Wetzlar, 24. Oktober 2018. Mit der Leica M10-D bringt die Leica Camera AG das analoge Erlebnis in die digitale Welt der Fotografie: Anstelle des Displays bietet sie ein mechanisches Belichtungskorrekturrad und eine ausklappbare Daumenstütze sorgt für zusätzliche Stabilität – die Assoziation mit analogen M-Modellen wird somit perfekt Die Fotografie mit der Leica M10-D ist ein auf das Wesentliche fokussiertes Erlebnis und stellt elementare Aspekte der Bildgestaltung wie Komposition, Blende, Verschlusszeit und ISO in den Mittelpunkt. Das neueste M-Modell beschränkt sich allerdings nicht nur auf seine analoge Seite, sondern bietet in Kombination mit der neuen Leica FOTOS App viele Möglichkeiten einer leistungsfähigen sowie modernen digitalen Kamera.

Alle Einstellungen an der Leica M10-D werden mittels mechanischer Bedienelemente vorgenommen. Auf der Rückseite der Kamera befindet sich an Stelle des Displays ein Korrekturrad zur Belichtungskompensation, das in analogen Zeiten zur Wahl der Filmempfindlichkeit gedient hat. Abgerundet wird das analoge Erscheinungsbild durch eine ausklappbare Daumenstütze auf der Deckkappe, welche dem Filmtransporthebel der analogen M-Serie nachempfunden ist und die Handhabung der Kamera maßgeblich unterstützt – gerade bei einhändigem Gebrauch.

Der Fotograf bestimmt selbst, wie hoch der digitale Anteil am Workflow mit der Leica M10-D sein soll. Dazu lässt sich die WLAN-Funktion mit dem Einstellrad auf der Rückseite direkt aktivieren und so die Kamera schnell sowie unkompliziert mit iOS und Android Geräten verbinden. Der Bildschirm wird auf diese Weise quasi vom Gehäuse der Kamera gelöst und lenkt den Nutzer nicht mehr von der eigentlichen Fotografie ab.

In Verbindung mit der neuen Leica FOTOS App stehen viele Funktionen einer modernen digitalen Kamera zur Verfügung. Bilder können nicht nur kontrolliert werden, sondern die Kamera auch mittels Live-View ferngesteuert werden. Viele für die Aufnahme relevanten

Einstellungen können vorgenommen und die Kamera im Anschluss drahtlos ausgelöst werden. Auch Optionen wie das Dateiformat – DNG und/oder JPG – oder der Weißabgleich können je nach Anforderungen angepasst werden. Alle mittels der App gemachten Einstellungen werden dauerhaft von der Kamera übernommen, die Leica M10-D lässt sich also je nach Bedarf ganz individuell konfigurieren. Schließlich kann die Leica FOTOS App dazu genutzt werden, Bilder auf iOS und Android Geräte zu übertragen, sie über Social Media Kanäle zu teilen und im persönlichen Fotostream zu speichern. Dank der Verwendung des DNG Formats können selbst RAW-Bilder aus der App nahtlos in geeignete Apps auf Android- und iOS-Geräte übertragen werden.

Für mehr Flexibilität und Kontrolle steht der optionale elektronische Aufstecksucher Visoflex zur Verfügung, der unter anderem bei der Fotografie mit Weitwinkel- und Teleobjektiven oder bei besonders komplexen Kompositionen mit exakt zu setzender Schärfeebene sehr hilfreich sein kann. Zudem ermöglicht er durch seinen Klappmechanismus Aufnahmen aus anderen Blickwinkeln, zeigt das zuletzt aufgenommene Bild für bis zu fünf Sekunden an und verfügt über ein GPS-Modul, für eine sattelitengesteuerte Standortermittlung.

Die Leica M10-D wird ab dem 24. Oktober 2018 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von € 7.500,– erhältlich sein. Zum gleichen Zeitpunkt wird auch die Leica FOTOS App im Google Play StoreTM und im Apple App StoreTM kostenlos zum Download zur Verfügung stehen.