Monitorkalibrierung Teil 3

Hallo zusammen.

Heute geht es erneut um das Thema Monitor. Viele von Euch fragen nach dem richtigen Monitor für die Bildbearbeitung. Hier mein Versuch einer Antwort. Ich verwende den Eizo CS270. Der Monitor zeichnet sich aus durch:

  • Wide Gamut-LCD mit IPS-Panel im 16:9-Format; Auflösung 2.560 x 1.440 Pixel
  • 99% AdobeRGB-Farbraumabdeckung
  • 16-Bit-LUT zur exakten Hardware-Kalibrierung von Helligkeit, Weißpunkt und Gamma

CS270_bk_front

Der Eizo hat einen großen Betrachtungswinkel innerhalb dessen die Farbdarstellung stabil bleibt.

bildqualitaet-front-cs-9

Der Eizo ist ein Wide Gamut Monitor und reproduziert den Adobe RGB Farbraum zu 99%. Ein normaler Monitor ist dazu gar nicht in der Lage. Sie können den sRGB Farbraum sehr gut darstellen. Wer also keinen Wide Gamut Monitor nutzt braucht in seinen Kameraeinstellungen den Farbraum Adobe RGB gar nicht einzustellen. Er nutzt ihm überhaupt nichts, entgegen anders lautender Behauptungen. Wenn ich den Farbraum auf dem Monitor nicht sehe, kann ich auch keine saubere Bildentwicklung in Camera RAW u.a. vornehmen.

Meine erste Empfehlung lautet: Wenn Du Dir einen teuren Wide Gamut Monitor nicht leisten kannst oder willst, bleib in Deinem Workflow bei sRGB. Meine zweite Empfehlung folgt gleich darauf. Kalibriere diesen Monitor mit einem guten Meßgerät, wie z.B. dem Spyder 4 oder 5. Dazu habe ich hier in meinem Blog etwas geschrieben.

Und damit bin ich auch direkt bei dem Thema Kalibrierung. Der Eizo kann hardwareseitig kalibriert werden. Was ist da der Unterschied? Ein normaler Monitor kann nur über die Grafikkarte in seiner Farbdarstellung beeinflußt werden. Dazu wird mit dem Meßgerät ein Profil erstellt und in dem Betriebssystem abgelegt. Fortan wird die Farbdarstellung des Monitors über die Grafikkarte entsprechend dem Meßergebnis angeglichen. Bei der Hardwarekalibrierung wird die Anpassung der Farbdarstellung im Monitor vorgenommen. Also ganz gleich welcher Computer angeschlossen wird, die Farben bleiben exakt gleich!

Weiter geht es mit dem Druck, bei dem ein anderer Farbraum zum Einsatz kommt, der CMYK Farbraum. Er besteht aus den Grundfarben Cyan, Magenta und Yellow. Hinzu kommt noch Black. Diesen Farbraum kann ein Wide Gamut Monitor ebenfalls perfekt abbilden. So bekommt man direkt einen Eindruck, wie das spätere Druckergebnis aussehen wird.

Wer auch bei der Druckausgabe nicht lange herumexperimentieren möchte, greift zu einem Wide Gamut Monitor. Allen anderen Nutzern eines normalen Monitors bleibt nichts anderes übrig als zu testen. Denn wenn Du den CMYK Farbraum nicht siehst, kannst Du auch nicht erkennen, wie der Druck aussehen wird.

Bildschirmfoto 2015-06-07 um 11.23.58

“Pixel für Pixel steuert der Digital Uniformity Equalizer (DUE) bei dem Eizo alle Tonwerte über den gesamten Monitor. Der Effekt: Die Farbtöne erscheinen an jedem Punkt des Bildschirmes identisch, ohne Helligkeitsschwankungen wie bei herkömmlichen LCDs. Die DUE-Funktion gleicht zudem Auswirkungen von Schwankungen der Umgebungstemperatur auf Farbtemperatur und Helligkeit aus. Sie genießen eine stets homogene Leuchtdichteverteilung und perfekte Farbreinheit. Ein großes Plus bei Bildretuschen.”

In der Praxis zeige ich Dir gerne in einem Workshop den Unterschied. Was man mit den eigenen Augen sieht, ist besser als jedes geschriebene Wort. Der Workshop findet nach Abspache ab 5 Teilnehmern zu einem Entgelt von 20,– Euro je Teilnehmer statt. Weitere Infos hinter dem Link.
https://www.facebook.com/workshops4photography/


http://objektivsubjektiv.info/blog/monitorkalibrierung-pro/

Unter diesem Link findet Ihr auch noch mal eine Erklärung zum Unterschied zwischen Hard- und Softwarekalibrierung. https://www.eizo.de/ Darin wird auch deutlich, dass bei einer Softwarekalibrierung der Umfang der 255 Helligkeitsstufen leidet.