Photo+Adventure Duisburg – 5 Jahre Jubiläum

Panorama der Halle

Zum 5.ten mal fand die P+A am 09. und 10.06.2018 im Landschaftspark Nord in Duisburg statt. Das diesjährige Gastland war Texas. Pavel Kaplun und Mio Birimisa vom Kreativstudio Kaplun haben es in der Multivision am Samstag Abend präsentiert. Die Multivision ist nicht im Messeticket enthalten und kostete pro Person im Vvk 17,50 € und an der Tageskasse 19,– €. Das Ticket für den Zutritt zur Messe in der Kraftzentrale kostete 10,– Euro. Darin enthalten waren zahlreiche Vorträge auf der sogenannten Fotobühne und der Vortragsbühne.

Vortragsbühne
Rechtsanwalt und Präsident des DVF Wolfgang Rau auf der Fotobühne

Die Fotobühne heisst so, weil es dort in den Vorträgen um Fotografie als solche geht. Die Showshootings auf der Fotobühne sind leider entfallen. Auch Leistenschneider hat seine eigene Vortragsbühne aufgegeben. Damit einhergehend wurde auch dort auf Showshootings, die auch Mitmachshootings waren, leider verzichtet.

Ausstellung “Europäischer Naturfotograf 2016”

In der Mitte der Halle wurde auf 22 großen Gitter-Stellwänden Fotografien aus der Rubrik “Europäischer Naturfotograf des Jahres” aus dem Jahr 2016 präsentiert. Eine sehr beeindruckende Ausstellung mit großformatigen Bildern. Leider ging dadurch viel Fläche für Aussteller abhanden. Aber vllt. waren ja nicht genug Aussteller gemeldet, so dass man die Freifläche damit füllen konnte. Ich kann nicht sagen, ob weniger Aussteller als im letzen Jahr teilgenommen haben, nur dass die große “Freifläche” den Eindruck verstärkte bzw. hervorrief. Andererseits habe ich nicht wirklich etwas vermisst. Die großen Marktführer im Kamera- und Objektivsegment waren von den Bigsellern wie Leistenschneider, Foto-Erhardt, Calumet, Foto-Koch etc. vertreten.
Schnäppchenjäger kamen nur bedingt auf ihre Kosten. Mit sogenannten Streuartikeln oder auch Giveaways waren fast alle sehr knauserig. Bei Calumet z.B. wollte man noch 1,– Euro für ein Putztuch, auch wenn man z.B. für 50,– Euro etwas gekauft hat. Foto-Erhardt verlangte für eine Tragetasche mit Werbeaufdruck 1,50 Euro.

Tragetasche mit Werbung für 1,50 €

Meine Suche nach einem kleinen Ersatzteil für die Fujifilm X-T2, nämlich dem kleinen Deckelchen für die Buchse des Blitzsynchronkabels war erfolglos. Die kurze Antwort u.a. von AC-Foto war: “Das können Sie im Fachgeschäft bestellen”. Da hatte ich doch mehr Entgegenkommen erwartet. So etwas kenne ich auch anders. Z.B. von Berlebach. Meine spezielle Anfrage nach einem Teil für ein Stativ wurde in der Form beantwortet: “Nein, das verkaufen wir nicht einzeln. Aber wir schicken es Ihnen gerne kostenlos zu.” Danke Berlebach.

Wofür bzw. wen lohnt sich der Besuch auf der Messe? Eigentlich für jeden, der sich für Fotografie und Reisen begeistert. Und beides geht ja bekanntermaßen einher. Egal ob es die große Fernreise nach Texas ist oder der Ausflug in die nähere Umgebung. Egal ob es die große Profikamera mit Megaobjektiv ist oder es die kleine Kompakte sein sollte. Für alles gab es genügend Stände, an denen man sich beraten lassen konnte. Bei Nikon gab es kostenlose Kurzworkshops für alle, die interessiert waren. Dabei spielte es keine Rolle, welche Kameramarke man verwendet. Man traf sich zwanglos am Stand bei Nikon und ging dann gemeinsam ein Stück in Richtung Cowperplatz. Danach stoben die Gruppen meist auseinander, um in der tollen Kulisse des Landschaftspark das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Man legte sich rücklings auf den Boden, um den Hochofen mal aus ganz neuer Perspektive abzulichten oder flach auf den Bauch, um das zarte Gewächst auf Augenhöhe in den Fokus zu nehmen.

Treffpunkt Nikon

Fotomotive gab es also reichlich. Großes Interesse gab es bei den Fotografen und bei den Besuchern an der Gleisanlage, wo man Seifenblasen erzeugen konnte. Die Atraktion für Jung und Alt.

Beim Check&Clean für Sony, Nikon und Canon war der Andrang gewohnt groß. Schließlich war es ja auch kostenlos. Und wer seine Kamera dort abgegeben hatte, konnte sich ja bequem und auch kostenlos z.B. bei Leistenschneider oder Olympus eine Kamera ausleihen. Das nutze ich auch gerne um in der dunklen Messehalle mal zu testen, ob die ach so tollen ISO-Leistungen in der Praxis halten, was tolle Bilder und Aussagen in der Werbung suggerieren.

Vor der Messehalle an den Gleisen sah ich den nicht zu übersehenden Doppeldeckerbus von Kai Stuht. Der stand da so wie zufällig hingestellt. Ich wette darauf, nur die wenigsten haben erkannt, welch prominenter Fotograf da aufgeschlagen hatte. Ich hatte die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit dem überaus sympathischen Fotografen. Kai fotografiert Menschen in seinem mobilen Fotostudio im hinteren Teil des Creative Caravan. Ausführlich werde ich noch hier im Journal über Kai Stuht berichten. An dieser Stelle würde es den Rahmen sprengen. Nur soviel, dieses Understatement, ohne große “Pfeile” die auf ihn zeigen, mit der er einfach da ist, spricht für seine bescheidene Art.

Kai Stuht mit seinem Creative Caravan powered by Panasonic Lumix G

Und hier komme ich zum Ende meiner Nachbetrachtung der diesjährigen P+A Duisburg. Für mich persönlich ist es eben genau dieses zwischenmenschliche. Wer offen ist, kommt mit anderen in´s Gespräch und entdeckt vllt. auch auf diese Weise neue Perspektiven nicht nur in Bezug auf die Fotografie sondern auch in Bezug auf sich selbst. Ich habe wieder viele Bekannte getroffen und gesprochen, die teils im Laufe weniger Jahre schon zu Freunden geworden sind. Und ich habe neue Kontakte knüpfen können. Das ist mein spezielles subjektives Fazit. Ich freue mich auf die 6te P+A 2019 wieder am 2ten Wochenende im Juni.


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