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Telekonverter – Wann, warum oder doch nicht?

Abbildung Nikon

Telekonverter verlängern die Brennweite des Objektivs. In der Regel um den Faktor 1.4 und 2.0. Um den selben Faktor verschlechtert sich die kleinste Blende. So wird aus 2.8 z.B. 5.6.
Telekonverter funktionieren aber nicht mit jedem Objektiv! Darauf muss man achten.
Sie kosten auch schon mal rund 600,– Euro. Viel Geld mag man meinen. In Relation zum nativen Objektiv eher wenig. Mit einem 2fach Konverter wird ein 2.8/70-200 zu einem 5.6/140-400. Ein solches Objektiv kostet rund 2.500 Euro (Sony 100-400/4.5-5.6) oder von Tamron als 150-500 rund 1400,– Euro. Also immerhin noch gut das dreifache eines Telekonverters.
Unter Wildlifefotografen ist die Kombination aus dem 2.8/300mm mit den Konvertern sehr beliebt.

Ist wenig Geld und wenig Auflösung in der Kamera vorhanden, kann ein Telekonverter eine Option sein. Denn aus Bildern mit geringer Auflösung können nur moderate Ausschnitte gemacht werden ohne auffälligen Qualitätsverlust. Hier ist also Brennweite gefragt. Je höher Auflösend die Kamera ist, umso größer ist das Potenzial für Ausschnittsvergrößerungen. Habe ich 60 Megapixel wie in der Sony A7RIV und ein 2.8/70-200mm mit dem 2.0 Konverter kann man durch eine Ausschnittsvergrößerung eine Abbildung wie von einem 500 mm Objektiv erhalten.
Bedeutet, dass je höher Auflösend die Kamera und je größer die Brennweite ist, umso mehr Potenzial für Ausschnittsvergrößerungen ist vorhanden. Dann ist ein Telekonverter nicht zwingend notwendig.

Durch den Telekonverter kann sich die Qualität des Autofokus der Kamera verschlechtern. Und zwar ganz erheblich. Da muss man sich gut informieren. Sony als Beispiel hat ein 5.6-6.3/200-600 im Angebot, welches auch mit den Konvertern kompatibel ist. Aber nicht bei jeder Sony Alpha funktioniert damit dann noch der schnelle Autofokus. Da kommt dann eher Frust als Freude auf. Bei anderen Kameramarken wird es ähnlich sein.

Mein Fazit: Der Telekonverter hat auch in Zeiten hochauflösender Sensoren seine Berechtigung. Er kann langbrennweitige Objektive ersetzen oder für einen noch größeren Abbildungsmaßstab sorgen. Und wenn dann noch der Bildausschnitt hinzugenommen wird, sind lange Distanzen zu nicht allzu großen Objekten kein Problem mehr.

About the author

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

Bei dem Bemühen um Objektivität können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Wenn Ihnen etwas auffällt, schreiben Sie bitte eine Nachricht an den Autor.

Uwe Möbus beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Fotografie. Seine Erfahrungen gibt er in Trainings, Workshops und individuellen Coaching an alle Interessierte weiter.

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