Vom Brot und dem Lied

wieso-weshalb-warum
wieso-weshalb-warum

Wie heißt es so schön, wessen Brot ich esse, dessen Lied ich Pfeife.

Die Fotobranche bedient sich der Größen unter den Fotografen, damit diese ihre Produkte vorstellen. Wer das ist, führe ich hier im einzelnen nicht auf, weil es mir um eine grundsätzliche Betrachtung geht.
Auffällig ist, daß die Fotografen nicht Müde werden zu erklären, dass sie die Produkte nur loben, weil sie davon überzeugt sind. Die Frage, ob ein Sponsoring durch die Hersteller erfolgt, wird meist, ich vermute bewußt, offen gelassen. Wer glaubt denn schon demjenigen, der auf einer Workshoptour mit einem auffälligen PKW mit der großflächigen Abbildung einer Kamera der Mark S. herumfährt, dass er nichts mit dem Hersteller gemeinsam hat? So wirklich sicher niemand. Hier würde man sich einfach mehr transparenz wünschen. Aber funktioniert das dann noch? Gehen wir mal davon aus, dass überwiegend die angesprochene Zielgruppe folgender Meinung ist: Wenn ich auch so eine Kamera hätte, dann sehen meine Bilder auch so aus wie von dem XY. Wenn das zutreffend ist, dann kann die Strategie des Herstellers XY sein, dem Fotografen XY eben sein Produkt in die Hand zu drücken, damit dieser sichtlich überzeugt von der Kamera, diese propagiert als das Nonplusultra.

Meines Erachtens pfeift man schon ein Stück des Liedes von dem, dessen Brot man ist. Wäre dem nicht so, hätte der Sponsor nichts von seinem Angagement gegenüber dem Fotografen. Aber das Lied ist doch richtig gut. Anders ausgedrückt sind die Produkte in Regel überwiegend gut gemacht, so dass es einem auch leicht fällt, positiv darüber zu berichten. Und es macht auch gewaltig Freude, die eigene Freude an den Produkten anderen zu vermitteln.

Ja ich werde gesponsort. Ja mir gefallen die Produkte und ich empfehle sie gerne weiter.

In dem Sinne, bleiben wir kritisch und hören aufmerksam hin. Wie bei manchen Texten steht das Wesentliche zwischen den Zeilen, wenn ihr wisst, was ich meine.