Automobile Blickfänge sorgen für Aufsehen – Essen Motor Show

Dieser Porsche ist „Heavy Metal“ – knapp 1.300 Kilogramm bringt der GT3 RS auf die Waage.

Zur Essen Motor Show gehören seit ihrem Start im Jahr 1968 einzigartige und im positiven Sinne verrückte Fahrzeuge. Das ist auch bei der 51. Ausgabe des PS-Festivals vom 1. bis 9. Dezember (30. November: Preview Day) so. Ob einmalige Design Cars, ein Porsche aus Altmetall-Teilen oder ein Super-Mercedes-Truck mit zwei Aufliegern – eine „wilde” Mixtur ist in Halle 3 der Messe Essen zu bestaunen. Sie zeigt, welche automobilen Blickfänge, fahrbar oder nicht, für jede Menge Gesprächsstoff sorgen.

Der Schweizer Frank Rinderknecht überrascht seit Jahrzehnten mit eigenwilligen Kreationen, die eines gemeinsam haben. Nämlich die Frage: Wie fährt es sich in der Zukunft? So auch bei der Studie „Rinspeed Snap” auf der Essen Motor Show. Sie besteht aus zwei Teilen, der Fahrgastzelle und der Plattform, die getrennt werden können. Die Plattform „Skateboard” trägt die komplette Technik und Mechanik. Davon lässt sich die Fahrgastzelle mit vier Sitzplätzen, „Pod” genannt, abtrennen und im Stand sinnvoll nutzen – beispielsweise zum Campen. Ein weiterer Vorteil: Die alterungsanfällige Plattform kann nach Bedarf einfach ausgetauscht werden, während der Pod länger genutzt werden kann. Das Fahrzeug fährt vollelektrisch und autonom.

Model Mara fragt sich „Wie fahren wir in der Zukunft?“: Bereits seit Jahrzehnten überrascht der Schweizer Frank Rinderknecht mit futuristischen Concept Cars – so auch mit der Studie „Rinspeed Snap“, bestehend aus zwei Elementen. Die Plattform trägt die komplette Technik und Mechanik. Davon lässt sich die Fahrgastzelle mit vier Sitzplätzen abtrennen und im Stand sinnvoll nutzen – beispielsweise zum Campen. Als Fahrzeug der Zukunft fährt der Rinspeed Snap natürlich vollelektrisch und autonom. Dieses und weitere Concept Cars erwarten Besucher und Fans auf dem PS-Festival Essen Motor Show vom 1. Dezember bis zum 9. Dezember (30. November: Preview Day) in der Messe Essen.

28-11-2018/Essen/Germany
Foto: Rainer Schimm/©MESSE ESSEN GmbH

Design Cars von Brabus, Rinspeed, Ruf und Zender

Die Sportwagen-Manufaktur RUF aus Pfaffenhofen, seit 40 Jahren als Porsche-Spezialist bekannt, zeigt in Essen den neuen SCR 2018. Vor zwei Jahren ist ein Prototyp vorgestellt worden, der weiterentwickelt wurde und jetzt in Kleinserie hergestellt wird. Das Carbonfaser-Monocoque wird vom integrierten Stahlrohrkäfig (IRC) noch einmal verstärkt, Pushrod-Radaufhängungen an allen vier Rädern entsprechen den Fahrwerken der Formel 1, und mittendrin arbeitet der 510 PS starke Sechszylinder-Motor mit vier Litern Hubraum. Fahrfertig wiegt der neue SCR weniger als 1.300 Kilogramm; dazu trägt auch die Karosserie aus einem leichten, festen Verbund-Werkstoff bei: Sie ist aus Kohlefaser.

Von Zender kommt das Concept Car 500 Corsa Stradale auf Basis des Fiat 500 nach Essen. Die Optik bestimmt ein komplettes Aerodynamik-Kit aus Kohlefaserlaminat. Zum Paket gehört ein komplettes Frontmodul, das Motorhaube und Frontschürze zu einem Bauteil zusammenfasst. Ein voll einstellbares Gewindefahrwerk optimiert die Straßenlage. Der 1,4-Liter-Turbovierzylinder-Motor leistet 240 PS. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 232 km/h angegeben. Der Innenraum wurde mit Sportsitzen, Edelstahlpedalen, Einstiegsleisten aus Edelstahl sowie viel Leder in schwarz und orange aufgewertet.

Auch Brabus zeigt in Essen ein Design Car: Die Bottroper bringen die Sonderedition BRABUS 700 4×42 mit. Von dem veredelten Geländewagen gibt es weltweit nur zehn Exemplare.

Porsche GT3 RS aus Alt-Metall

Skulpturen aus Altmetall in Lebensgröße und Detailtreue: Unter dem Motto „Kunst aus Altmetall oder gebrauchten Auto-, Motorrad- und LKW-Teilen” schweißt das Team „Giganten aus Stahl” seit 15 Jahren Skulpturen in Handarbeit kunstvoll zusammen. Jede Skulptur ist ein Unikat. So auch der Porsche GT3 RS, der in Essen zu sehen ist. Er wiegt 1.300 Kilogramm. An ihm hat ein drei Mann starkes Team knapp vier Monate gearbeitet und circa 20.000 Altmetallteile geschliffen. Die Sitze sind verstellbar, die Türen können geöffnet werden. Im Armaturenbrett ist ein Handschuhfach eingebaut. Sogar der Motor wurde aus Altmetall nachgebaut.

Dieser Porsche ist „Heavy Metal“ – knapp 1.300 Kilogramm bringt der GT3 RS auf die Waage. Seit 15 Jahren kreiert das Team der „Giganten aus Stahl“ Skulpturen aus Altmetall. Vier Monate brauchte das drei Mann starke Team, um den Sportwagen aus circa 20.000 Teilen zusammenzuschweißen. Armin Ciesielski und Steffi Glück haben viel Wert aufs Detail gelegt: Die Sitze sind verstellbar, die Türen können geöffnet werden, und sogar der Motor wurde aus Altmetall nachgebaut. Dieses und weitere Crazy Cars erwarten Besucher und Fans auf dem PS-Festival Essen Motor Show vom 1. bis zum 9. Dezember (30. November: Preview Day) in der Messe Essen.

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Foto: Rainer Schimm/©MESSE ESSEN GmbH

Hinter den Design Cars und dem Porsche aus Metallteilen steht ein Truck, der aussieht wie ein Show-Mobil. Aber das stimmt nur zur Hälfte. Denn der Mercedes-Benz Actros 2663 Lowrider gewinnt nicht nur Titel auf Festivals, sondern sorgt auch dafür, dass sein Besitzer Mika Auvinen aus Finnland, der eine Transportfirma unterhält, täglich Geld verdient. Der violette 76 Tonnen schwere Blickfang mit seinen zwei Silo-Aufliegern wird (wenn er nicht gerade Show-Meriten erhält) im Transportgewerbe eingesetzt. Vornehmlich transportiert er Zement. Damit das Gespann unter jede Vorrichtung zur Verladung passt, kann es per Pneumatik um bis zu zehn Zentimeter abgesenkt werden. Von der Idee bis zur ersten Probefahrt verging knapp ein Jahr. Geschätzt stecken rund 450.000 Euro Materialkosten im Fahrertraum aus Helsinki. Knapp 6.000 Arbeitsstunden waren nötig. Angetrieben wird das Gefährt von einem 15,6-Liter-Motor mit 625 PS Leistung.

Violett ist Maras Lieblingsfarbe: Mit dem Mercedes-Benz Actros 2663 Lowrider gewinnt der Besitzer Mika Auvinen nicht nur Titel auf Festivals, sondern er verdient damit auch seine Brötchen. Denn der farbenfrohe 76 Tonnen schwere Blickfang des Finnen wird im Logistikgewerbe eingesetzt und transportiert normalerweise Zement. Rund 6.000 Arbeitsstunden und 450.000 Euro Materialkosten waren notwendig, um den Truck in ein violettes Kunstwerk zu verwandeln. Dieses und weitere Crazy Cars erwarten Besucher und Fans auf dem PS-Festival Essen Motor Show vom 1. bis zum 9. Dezember (30. November: Preview Day) in der Messe Essen.

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Foto: Rainer Schimm/©MESSE ESSEN GmbH