Blendenzahlenmanifest

Für ein schönes Bokeh nutzt man eine große Blende = kleine Blendenzahl. Eine kleine Blende = große Blendezahl sorgt für eine große Schärfentiefe.

So wird es immer wieder gesagt, wenn die Blende erklärt wird. Aber warum denn so kompliziert und verquer gedacht? Was ist denn eine Blende und warum hat dann die große Blende nicht auch eine große Zahl? DAS HAT SIE JA!

Ich fordere mit diesem Blendenzahlenmanifest dazu auf, die Blende im richtigen Sprachgebrauch zu benennen. Wenn ich eine große Blendenöffnung meine, dann sage ich es auch.

Von links nach rechts sehen wir eine große Öffnung, eine mittelgroße Öffnung und eine kleine Öffnung, oder anders gesagt, eine kleine Blende, eine mittelgroße Blende und eine große Blende.

Unknown

Die dunkelgrauen Flächen sind die Blendenlamellen, hier sind es sechs an der Zahl, die die Blende bilden. Die Zahl der Lamellen kann unterschiedlich sein.

Alte Objektive hatten einen Blendenring. Dreht man diesen in Richtung großer Zahl schließt sich die Blende zu einer kleinen Öffnung. Dreht man den Blendenring in Richtung kleiner Zahl, öffnet sich die Blende. Kleine Blendenzahl = große Blendenöffnung. Große Blendenzahl = kleine Blendenöffnung.  Man kann es sehen, wenn man in das Objektiv hineinschaut. Bei heutige Objektiven ohne Blendenring wird die Blende über ein Einstellrad an der Kamera definiert. Das Objektiv bleibt aber immer offen! Die Blende schließt sich erst beim Auslösen auf den eingestellten Wert. Aber an der Funktion hat sich nichts geändert.

Warum viele für das Wort Blendenöffnung verkürzt das Wort Blende verwenden, ist nicht nachvollziehbar. Lassen Sie sich also bitte kein x für ein u vormachen.

Unterstützen Sie bitte dieses Blendenzahlenmanifest und verwenden Sie die richtigen Worte für das was sie meinen, nämlich Blende und Blendenöffnung. Sprechen Sie bitte nicht von Blende wenn Sie Blendenöffnung meinen. Ihre Fotoschüler werden es Ihnen danken.

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

Bei dem Bemühen um Objektivität können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Wenn Ihnen etwas auffällt, schreiben Sie bitte eine Nachricht an den Autor.

Uwe Möbus beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Fotografie. Seine Erfahrungen gibt er in Trainings, Workshops und individuellen Coaching an alle Interessierte weiter.

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“Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre.” – Robert Bresson, 1901-1999

objektiv subjektiv

“Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen -der Spieler- mit in meine objektiven einfließen zu lassen.” – Erich Ribbeck

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Im Titel wird klar, dass alles Objektive von Subjektivität beeinflußt wird. Alles Geschriebene ist meine persönliche Meinung. Und diese ist nicht beeinflußbar, auch nicht mit viel Geld.
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