Foodfotografie – von Cliff Kapatais

Wir sehen sie überall im Supermarkt, in Prospekten, in den Sozialen Medien und in Kochbüchern sowieso. Bilder vom Essen. Neudeutsch Foodfotografie. Und geben wir es zu, das Essen sieht doch zu allermeist sehr verlockend aus. Und Schwups ist es gekauft. Allerdings sieht das auf dem Teller dann doch nicht so aus, wie uns die Abbildung glauben machen wollte. Foodfotografen scheinen da doch einiges an Tricks auf Lager zu haben. Drum wollte ich wissen, ob ich mit dem Buch von Cliff Kapatais hinter das Geheimnis der Foodfotografie kommen werde.

Eins schafft das Buch direkt, ohne daß man nur ein Wort gelesen hat: Appetit! Appetit auf leckeres Essen und auf selber fotografieren.

Spätestens ab Kapitel 3 ist klar, dass Foodfotografie nicht mal eben nebenbei funktioniert, wenn der Anspruch hoch ist. Wer sein Essen mit dem Smartphone knipst, braucht dieses Buch nicht. Denn es richtet sich an den ambitionierten Fotografierenden. Für den wiederum ist Kapitel 2 überflüssig. Was dort dem unerfahrenen Anfänger vermittelt wird, sollte eigentlich beherrscht sein.
Bevor man sich dem Kapitel 3, der Lichtsetzung widmet, sollte Kapitel 4, Foodstyling, im Fokus liegen. Denn wer keine Vorstellung davon hat, wie das Essen appetitlich angerichtet wird, braucht sich mit Lichtsetzung erst gar nicht befassen.

Das Buch ist etwas unstrukturiert. Und nicht nur das ist m. E. zu verbessern. Bei manchen Aussagen des Autors habe ich den Eindruck, daß man eher abgehalten werden soll. Im Übrigen schweift der Autor gerne ab und kommt ins Erzählen. Das ist keineswegs uninteressant und schon gar nicht überflüssig, führt aber dazu, dass man das Buch als Ganzes zunächst lesen muss. Es ist kein Nachschlagewerk. Insgesamt vermittelt es einen spannenden Einblick in das Thema Foodfotografie und wartet mit zahlreichen schönen Abbildungen auf.
Eine wichtige Anmerkung findet sich in Kapitel 4, die ich hier nicht unerwähnt lassen möchte. Nämlich die, daß für das Foto gekocht wird und der Geschmack der Speise keine Rolle spielt! Was bedeutet, dass das Essen nur noch bedingt bzw. gar nicht zum Verzehr geeignet ist. Eher ein Fall für die Mülltonne, insbesondere wenn die speziellen “Zutaten” verwendet worden sind. Dann kommt nicht mal mehr die Biotonne in Frage.
Foodfotografie ist eine besondere Herausforderung. Gerade in das Thema Einsteigende werden viele Lebensmittel verbrauchen, bevor das erste gute Foto zustande gekommen ist.

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

Bei dem Bemühen um Objektivität können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Wenn Ihnen etwas auffällt, schreiben Sie bitte eine Nachricht an den Autor.

Uwe Möbus beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Fotografie. Seine Erfahrungen gibt er in Trainings, Workshops und individuellen Coaching an alle Interessierte weiter.

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