Jinbei Porty DC II 1200 Pro im Praxistest

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In der Praxis zeigte der Jinbei DC II 1200 Pro was in ihm steckt. Der Porty besteht aus dem Generator mit Akku und dem Blitzkopf. Es gibt zwei Anschlüsse, so dass zwei Blitzköpfe gleichzeitig betrieben werden können. In meinem Test hatte ich nur einen Blitzkopf im Einsatz, der an Port A angeschlossen war, so dass die volle Leistung von 1200 Ws zur Verfügung standen. Werden zwei Blitzköpfe angeschlossen, ist die Leistungsverteilung asymetrisch mit 800 Ws und 400 Ws. Der Porty hat einen eingebauten Funkempfänger. Die Auslösung kann über den mitgelieferten Funkauslöser erfolgen. Mit dem Funkauslöser kann auch die Leistung des Blitzes reguliert werden. Leider fehlt eine Leistungsanzeige, so dass doch immer mal wieder auf das einzig verfügbare Display, dem am Porty, geschaut werden muss, ob die passende Leistung eingestellt ist. Bei Benutzung eines Handbelichtungsmessers ist die Sache dann doch wesentlich einfacher. Man darf nur nicht vergessen, bei der Reduzierung der Leistung einmal den Blitz auszulösen, da ein interner Leistungsabbau bei dem Preis des Set nicht angeboten werden kann.   Dafür ist der Testauslöser auf dem Funkauslöser ein praktisches Feature. Eine Auslösung der Kamera ist nicht erforderlich. Optional kann an der 3.5mm Klinkenbuchse ein externer Funkauslöser angeschlossen werden, mit dem dann auch Synchronzeiten von bis zu 1/8000 Sekunde möglich sind, um zum Beispiel bei hellem Sonnenlicht mit offener Blende gegen die Sonne das Motiv anblitzen zu können.

Der Blitzkopf der Serie Pro ist dank seiner Ausführung in stabilem Aluminium in der Lage, auch große Softboxes oder Dishes sicher zu halten. Mangels fehlender Schutzglocke solle man aber besser den Blitz mit dem Dish vom Stativ nehmen und dann den Blitz vom Dish abnehmen, um eine Beschädigung der Blitzröhre zu vermeiden. Das Bajonett entspricht dem weit verbreiteten Bowens-S-Typ. Ein Vorteil gegenüber den allermeisten Markenportys, die nur ihre eigenen Systeme verwenden und so zum Kauf des Markenzubehörs zwingen. Die Neigung ist über die gleiche Hebelausführung wie bei den großen Jinbei Studioblitzen möglich. Gleiches gilt für die Stativhülse. Hier gibt es nichts zu mäkeln.
Die Ladezeit des Blitzes trägt zum ruhigen Arbeiten am Set bei, ist aber nicht zu lang.
Durch den Umhängegurt kann man sich mit dem Porty gut am Set bewegen. Ein Standortwechsel ist so leicht möglich. Das Kabel vom Porty zum Blitz ist ausreichend lang. Im Bedarfsfall gibt es im Zubehör noch ein Verlängerungskabel zu erwerben. Verstaut wird das ganze Set in einer gut gepolsterten Tragetasche, die im Lieferumfang enthalten ist.

Der Jinbei DC II 1200 Pro ist ein sehr empfehlenswertes Produkt mit einer überzeugenden Preis- Leistungsbilanz.

Zu wünschen bleibt, bei leicht angepasstem Preis für das Set ein größerer Auslöser mit Display für die Leistungskontrolle, die Funktion des internen Leistungsabbaus bei Reduzierung der Blitzleistung, Synchronzeit bis 1/8000 sec. durch den eingebauten Empfänger, höhere Lautstärke des Ready-Beep.

Weiterführende Link: www.foto-morgen.de
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Bildquelle: Benjamin Boerner mit bestem Dank.

Nachtrag: Im Praxisalltag hat sich der Drehknopf für die Einstellungen als nervig herausgestellt. Um etwas verstellen zu können, muss der Knopf gedrückt werden. Dabei kommt es allzuleicht zu einer kleine Drehbewegung und schups ist man statt in der Leistungsregelung in einer anderen Einstellung gelandet. Ich benutzte daher nur noch die Fernbedienung zur Leistungsregelung.

2 Kommentare

  1. Da ich bei dem Test dabei war, möchte ich gerne als blutiger Anfänger auch schnell meine Meinung dazu kundtun. Ich bin selber erst vor vier Monaten zur Fotografie mit einer DSLR-Kamera gekommen. Seitdem fasziniert mich das Thema, doch mein Budget engt mich noch sehr stark ein. Bis zum Tag des Shootings mit dem Jinbey Porty DC II hatte ich noch nicht einmal die Gelegenheit, meinen eigenen Aufsteckblitz auszuprobieren. Mein Respekt vor dem Teil war also groß.

    Seit dem Shooting bin ich persönlich sehr angetan von dem Teil. Nicht nur würde ich mich ohne weiteres trauen das Gerät alleine aufzubauen, sondern auch die Arbeit damit geht total einfach von der Hand. Dass der DC II genug Power für viele Situationen bietet hat er ebenfalls bewiesen, denn über lange Strecken konnte ich mit sehr niedrigen Einstellungen schöne Bilder machen.

    Für mich als Neuling der Materie war das manuelle Abblitzen beim Herunterstellen der Leistung etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch kein Beinbruch. Mir persönlich wäre eine Anzeige der Blitzleistung auf der Fernbedienung wichtiger. Ich habe mich dann doch ab oft dabei ertappt, beim Ändern der Lichtstärke entweder noch mal zum Gerät zu gehen, oder einfach mehrere Testfotos zu schießen. Digitaltechnik sei Dank.

  2. Ich habe den Jinbei DC II 1200 Pro seit zwei Jahren ständig im Einsatz und er läuft wie am ersten Tag. Ich habe mich für den DC II entschieden weil ich keinen großen Blitzkopf an mein Stativ schrauben wollte, obwohl mein Manfrotto Galgenstativ das locker tragen könnte. Aber die Standfestigkeit leidet Outdoor schon ganz schön wenn ich zum Beispiel den Jinbei HD-II 600-V Akku der ein paar Kilo auf die Wage bringt am Stativ hätte. Betreibe den DC II auch wahlwiese mit dem passenden Ringblitz gerade bei Gegenlichtaufnahmen. Für mich ist er das perfekte Werkzeug meine Fotos zu machen und bei Bedarf offenblendig zu arbeiten. Ganz klar Daumen hoch !

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