Multi-Row-Klappschwenk-Panoramawinkel MR 190 von Berlebach

Multi-Row-Klappschwenk-Panoramawinkel MR 190 von Berlebach

Auf Nachfrage und Wunsch stelle ich auch noch den Multi-Row-Klappschwenk-Panoramawinkel MR 190 von Berlebach im Rahmen meiner Artikelreihe  vor. Dieser Panoramakopf ist massiv und von hoher Qualität gefertigt. Er zeichnet sich durch besondere Details aus, auf die ich später eingehen werde, die ihn von den hier bereits vorgestellten Panoramasystemen unterscheidet.

Zunächst die technischen Daten ohne Drehplatte: Gewicht 0,9 Kg, Abmessungen 265x66x72 mm, Tragkraft 5Kg.

Die erste geniale Lösung ist der Klappmechanismus mittels Flügelschraube. Einfach die Flügelschraube lösen, Schiene umklappen und Flügelschraube wieder anziehen. Fertig. Kein Gefummel mit einem Werkzeug.

Die Einstellung des Mittelpunktes des Objektivs zur Drehachse kann auf zwei Arten erfolgen.
Methode 1. Mittels Blick auf das Display und der Benutzung des mittleren Autofokus-Messfeldes.

Blick auf das Display zur Bestimmung der Drehachse

Das Ablesen der Skala ist so schwierig. Das Hinzuschalten der Sucherlupe kann dabei helfen. Hat die Kamera diese Funktion nicht, macht man ein Foto, in das bei der Wiedergabe hineingezoomt werden kann.

Methode 2. Durch einfaches Kopfrechnen.

Ermittlung des Drehpunktes durch Ablesen von Werten und Kopfrechnen

Ich bevorzuge Methode 2 bei diesem Panoramakopf. Als nächstes wie gehabt ist nun die Ermittlung des Nodalpunktes an der Reihe. Das Prozedere habe ich in einem anderen Artikel hier erklärt.

Der Panoramawinkel wird auf einem Panoramakopf montiert. An der Nodalschiene ist eine Klemmplatte montiert, die um 90 Grad versetzt werden kann. Das ist wichtig für Kameras, deren Kameragewinde nicht in der optischen Achse angebracht ist. Die Kameraplatten von Berlebach werden durch einen Sicherungsstift vor versehentlichem Herausfallen aus der Klemmplatte gesichert. Der Stift in der Warnfarbe Rot muß aktiv gedrückt gehalten werden, will man die Kamera abnehmen. Dreht man die Klemmung jedoch vollständig auf, hilft einem auch die Sicherung nicht. Das ist aber bei allen Systemen der Fall. Eine halbe Umdrehung reicht zum Lösen der Klemmung völlig aus.

Eine sehr pfiffige Lösung befindet sich auf der Rückseite. Ein kleiner Metallpunkt hilft beim Ablesen des eingestellten Wertes. So muß dass sein.

Im Bild sieht man unten die Münzschlitzschraube zur Fixierung der Klemmplatte. Diese sollte man gut anziehen damit die Kamera nicht auf den Schiene verrutscht, wenn die Schiene aus der Horizontalen verschwenkt wird.

Das Zusammenklappen des Winkels erfolgt durch Lösen der Flügelschraube. Aber keine Sorge, der Winkel klappt damit noch nicht einfach um. Es muss noch die graue Taste gedrückt werden. Sie dient der Sicherung und ist eine durchaus praktische Lösung.

Zu einem guten Panoramawinkel gehört auch noch ein Panoramkopf. Er erleichtert die Aufnahmen doch erheblich. Meine Empfehlung ist der P103. Er hat voreinstellbare Rastungen.

Die einstellbaren Rastungen sind 15, 18, und 24 Grad. Das deckt die meisten Anwendungsfälle ab. Zusätzlich gibt es noch eine offene Einstellung um die umlaufende 360 Grad Einteilung zu nutzen.

Auch am Panoramakopf gibt es den roten Sicherungsstift. Die Skala ist sehr gut ablesbar.

Fazit: Der Panoramawinkel von Berlebach ist einfach in der Handhabung und von solider Qualität. Er eignet sich für kleinere Kameragehäuse, wie einer Fujifilm X-T4 oder Sony Alpha, jedoch nicht für große Gehäuse mit Batteriegriff.

 

 

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

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