PH-720B Panoramakopf im Praxistest

Der dritte und vorläufig letzte Praxistest von Panoramköpfen gilt dem PH-720B. Meiner ist mit Andoer gemarkt. Es gibt ihn aber mit verschiedenen Markenbezeichnungen. U. a. auch von Mengs. Der Rollei, den ich hier vorgestellt habe ist ja auch kein “Rollei”.

Dieser Panoramakopf sieht dem Slim VR-System von Novoflex in seinem Aufbau verblüffend ähnlich. Es ist aber nicht 100% baugleich. Es gibt geringe Abweichungen. Von der Größe her tun sich beide nichts.

Der Panoramakopf besteht aus vier Teilen. Plus einer Gewindehülse und einem winzigen Werkzeug zum Eindrehen der Reduzierhülse.

Das Packmaß ist gering und der Kopf läßt sich gut in der Fototasche verstauen. Die Verschraubungen haben große griffige Teller. Eine Unterlagscheibe aus Kunstoff sorgt für festen Halt.

So sieht das System aufgebaut aus. Am Kopf gut zu sehen ist die kleine rote Rändelschraube, die in die jeweilige Rastposition eingeschraubt wird. Die einzelnen Rastungen sind 15, 30, 45, 60 und 90 Grad. Die Einrastung erfolgt gut spürbar. Ganz im Gegensatz zum Panoramakopf von Rollei.

Auf der Feststellschraube der horizontalen Platte sehen wir ein Kreuz. Damit ist es kein Problem, die Kamera auf den Drehpunkt auszurichten.

An der Skala seitlich an der Schiene kann der Wert sehr gut abgelesen werden.

Mit der Schwarzen Schraube kann der Drehkopf gegen unbeabsichtigtes Verdrehen gesichert werden.  Auch die Ablesung des Wertes für den Nodalpunkt ist Mühelos möglich. Ein feines Detail ist die Anschlagkante an der Kameraplatte. Diese kann damit im rechten Winkel zur Objektivachse ausgerichtet werden.

Verschiebt man die Kameraplatte in der Klemme falls der Einstellweg nach vorne hin zu kurz ist, kann man auch diese Position gut ablesen. Die rote Rändelschraube hat einen Durchmesser von 40 mm. Muß man sie ganz nach vorne schieben, besteht die Gefahr, die Skala zu zerkratzen. Anstelle der roten Rändelschraube kann man aber auch eine Schraube von einer Stativplatte verwenden. Dadurch gewinnt man gut 15 mm Weg und der Verstellweg der optischen Achse beträgt 115 mm statt 100 mm.

Für mehrzeilige Panoramaaufnahmen kann die obere horizontale Schiene in 30 Grad Schritten verstellt werden. Leider gibt es hier nur die eine Rastung.

Um das ganze System waagerecht auszurichten, gibt es vorne an der Platte eine kleine Libelle.

Geliefert wird der Panoramakopf in einer fast zu großen Tasche. Eine Aufbauanleitung liegt bei. Jedoch keine Anleitung, wie der Nodalpunkt ermittelt werden kann. Wer sich für einen Panoramakopf interessiert, wird das sicher schon wissen.

Der Panoramakopf kostet zwischen 100 und 150 Euro je nach Anbieter.

Aus meiner Sicht ist dieser Panoramkopf nicht nur für gelegentliche Panoramen eine sehr gute Wahl. Insbesondere in Verbindung mit kompakten Systemkameras. Die Qualität, die Liebe zum Detail und die damit einhergehende Handhabung ist gut. Und wie oben schon Eingangs gesagt, ist die Ähnlichkeit zum Slim VR-System von Novoflex groß. Und damit eine preiswerte Alternative. Der Novoflex Slim kostet rund 400,– Euro.
Das Gewicht beträgt 765 Gramm. Und damit ist es keine Frage, ob es in die Fototasche kommt.

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

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