Hundefotografie – Anne Geier

HUNDEFOTOGRAFIE
AUSDRUCKSTARKE PORTRAITS UND ACTIONREICHE AUFNAHMEN
Ein Buch von Anne Geier erschienen im mitp Verlag in der Edition PROFIFOTO

Schon das Cover lädt jeden Hundefreund und Hundefreundin ein, das Buch in die Hand zu nehmen. Und beim ersten Durchblättern erblickt man Bilder eines schöner als das andere. Die Autorin hat ihren eigenen Stil entwickelt und hält diesen konsequent durch. Die Phase der Experimente hat Anne Geier längst hinter sich gelassen und schafft Ausstellungsreife meisterhafte Fotografien.

Die Autorin hat ihr Buch in 11 Kapitel aufgeteilt:
– Grundlagen
– Der Weg
– Hunde in Bewegung
– Bildkomposition
– Bildwirkung durch unterschiedliche Brennweiten
– Location
– Der richtige Umgang mit Licht
– Farben
– Fotografische Herausforderungen
– Bildbearbeitung

Wie schon zuvor angesprochen, haben die Bilder von Anne Geier einen besonderen Look. Der kommt nicht einfach aus der Kamera, sondern wird in der Bildbearbeitung geschaffen. Die Autorin sagt selber dazu folgendes: “Fotografie ist eine Art von Kunst, deshalb ist es für mich völlig legitim, Bilder in großem oder kleinem Ausmaß so anzupassen, so zu verändern oder so zu manipulieren, dass es den eigenen Vorstellungen entspricht. Auf eines achte ich jedoch besonders: den Hund so zu zeigen, wie er ist, und auch das Bild nur zu optimieren und nicht komplett zu verändern.”  
Im Kapitel 11 zur Bildbearbeitung werden die Bearbeitungsmöglichkeiten genau erklärt. Anne Geier verwendet Photoshop. Wenn man mit diesem Programm schon gearbeitet hat, kann man die beschriebenen Bearbeitungen nachvollziehen. Kenntnisse in Photoshop sollten also vorhanden sein, um die Bearbeitungen vornehmen zu können.

Neben dem besonderen Look durch die Bearbeitung leben die Bilder von grandiosen Landschaften und Locations. Die Hintergründe verschwinden fast gänzlich in der Unschärfe. Ohne dabei zu einer matschigen Leinwand zu verschmelzen.
Die Fülle an Informationen, Tipps und Tricks, Erklärungen ist überwältigend. Alle Bilder sind kommentiert. Oftmals finden sich Angaben zu den Kameraeinstellungen. Die technischen Aspekte der Fotografie, sowohl allgemein als auch speziell in Bezug zum Thema, werden ausführlich angesprochen. Wenn auch leider ein Bezug auf die Blende verwirrend durch teils einfach nur falscher bzw. verkürzter Wortwahl. Das hätte sehr leicht vermieden werden können.
Das Buch ist ein echter Workshop in Sachen Hundefotografie. Wer es der Autorin gleich tun will, und sich als Hundefotograf etablieren will, sollte sich unbedingt dieses Buch zulegen. Ich mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand zu legen. Ein grandioses Bild folgt auf das nächste. Aber keine Sorge, es braucht keine spektakuläre Landschaft vor der Haustür. Auch wenn das hilfreich wäre. Das gelernte Wissen können Sie auch auf der Wiese einer Hundeschule oder bei einem Waldspaziergang zu den unterschiedlichen Jahreszeiten nutzen. Sie werden jetzt zu reproduzierbaren Ergebnissen gelangen, weil Ihre Fotos nicht länger ein Zufallsprodukt sind. Sie werden Hund durch die Kamera wahrlich mit anderen Augen betrachten, bevor Sie auf den Auslöser drücken. Und wenn Sie als Besitzer eines oder mehrerer Hunde nur neidvoll auf die tollen Hundbilder von Fotografen geschaut haben, dann ist es jetzt an der Zeit, eine Kamera zu kaufen und ihren liebsten Begleiter in wunderschönen Bildern für immer lebendig zu halten. Jeder Hund hat es verdient. Sie brauchen vier Dinge: Geduld, eine gute Kamera, eine schöne Location und das Buch von Anne Geier.

Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen. Einen Stern ziehe ich für den Fehler in Bezug auf die “Blende”.

Hinweis der Redaktion zu Seite 229: Wenn Sie sich in der Fotografie technisch nicht auskennen, ersetzen Sie die Worte kleine Blende zu kleiner BlendenÖFFNUNG und große Blende zu großer BlendenÖFFNUNG. Das kommt insbesondere auch auf Seite 30 zum Tragen. Das das Lektorat hierauf nicht darauf achtet, erschließt sich mir nicht. Ende der Anmerkung.


Das Buch ist im mitp Verlag erschienen. https://www.mitp.de/FOTOGRAFIE-GRAFIK/Edition-ProfiFoto/Hundefotografie.html  Der Link öffnet einen neuen Tab in Ihrem Browser. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

Bei dem Bemühen um Objektivität können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Wenn Ihnen etwas auffällt, schreiben Sie bitte eine Nachricht an den Autor.

Uwe Möbus beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Fotografie. Seine Erfahrungen gibt er in Trainings, Workshops und individuellen Coaching an alle Interessierte weiter.

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“Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen -der Spieler- mit in meine objektiven einfließen zu lassen.” – Erich Ribbeck

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