Lumu – Belichtungsmesser für das iPhone

In diesem Artikel stelle ich Euch den Power Light Meter von Lumu vor. Er wird an das iPhone angeschlossen und ersetzt einen Handbelichtungsmesser vollumfänglich.

Bei der Arbeit im Fotostudio ist es zur Messung des Blitzlichtes üblich einen Handbelichtungsmesser einzusetzen, um die Einstellung des Blitzlichtes bequem vornehmen zu können. Eine weitere Anwendung ist die Messung des tatsächlich vorhandenen Lichtes. Denn der Handbelichtungsmesser kann eines, was der Belichtungsmesser in der Kamera nicht kann, nämlich eben die Messung des vorhandenen Lichtes. Der Kamerainterne Belichtungsmesser kann nur auf reflektiertes Licht reagieren. Und je nach Beschaffenheit und Farbe haben Objekte unterschiedliche Reflexionsverhalten. Eine glänzende weiße Fläche reflektiert mehr als eine matte schwarze. Mit dem Handbelichtungsmesser kann ich am Objekt das einfallende Licht messen und danach meine Kamera einstellen. Zum Beispiel um Outdoor bei der Peoplefotografie zu ermitteln, wieviel zusätzliche Blitzleistung zum Aufhellen erforderlich ist. Damit kommt man ganz flott zur richtigen Belichtungseinstellung mit nur sehr wenigen Testfotos. So ein Handbelichtungsmesser hat schon eine gewisse Größe und beansprucht entsprechend etwas Platz in der Fototasche. Die üblichen am Markt befindlichen Handbelichtungsmesser können jedoch in der Regel keine Farbtemperatur messen. Geräte, die auch diese Disziplin beherrschen, sind sehr sehr teuer.
Das Lumu Light Meter vereint alles in einem winzig kleinen Gerät, welches an das iPhone angedockt wird. Mitgeliefert wird ein kleines Täschchen für die sichere Aufbewahrung. Mehr  ist nicht in der Pappschachtel.

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Der Lumu Power Belichtungsmesser hat zwei Seiten. Die flache Seite ist für die Messung der Farbtemperatur, der Beleuchtungsstärke und der Farbwerte. Die Halbkugel, Kalotte genannt, misst das einfallende Licht z.B. am Objekt und das Blitzlicht.
Die erforderliche App ist schnell aus dem Store heruntergeladen und installiert.

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Bei der jeweiligen Funktion wird oben in der Mitte durch ein kleines Symbol die richtige Nutzung des Light Meter dargestellt.
In meinem ersten kurzen Test ist der Power Light Meter gegen den Gossen Variosix F2 angetreten.

Gossen Variosix F2 vs Lumu Power Light Meter

Wie ich erwartet habe, ist das Messergebnis nahezu identisch. Der Variosix F2 schlägt bei ISO 100 einen Blendenwert von 4.0 +5/10 und eine Zeit von 1/15 vor; der kleine Light Meter ebenso.
Preisvergleich: ein Gossen Digipro F2 kostet fast gleich viel wie der Lumu, hat aber nicht den gleichen Funktionsumfang. Auf die Messung von Farbtemperatur und Farbwerten muss man verzichten. Ein entsprechendes Gerät kostet das 3fache des Lumu, welcher mit knapp 300,– Dollar gemessen an seinem Können und dem Funktionsumfang ein Schnäppchen in Sachen Licht- und Farbmessung ist. Mit dem Gerät können auch so genannte Filmgangzahlen (ein Begriff aus analoger Zeit) ermittelt werden. Das kann der Gossen Variosix F2 nicht. Somit ist der Lumu Power Light Meter auch für Videofilmer ein sehr nützliches Werkzeug.

Fazit: Der Lumu Power Light Meter ist ein preiswertes Lichtmessgerät von hoher technischer Präzision mit enormen Funktionsumfang und hochwertiger Verarbeitung. Er erfüllt alle Erwartungen des Fotografen und Videofilmers und sollte in keiner Fototasche fehlen.


Weiterführender Link: https://lu.mu/products/lumu-power
Eine Bezugsquelle in Deutschland konnte ich nicht ausfindig machen. Aufmerksam auf den Lumu bin ich auf der Photokina 2016 geworden.


26.09.2017 Nachtrag: Funktionsübersichtlumu-funktionsübersicht

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

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