Fotografie als Meditation

Eine Reise zur Quelle der Kreativität. So der Untertitel des Buches von Torsten Andreas Hoffmann.

10396Fotografie als Meditation, geht das überhaupt? Eine Frage, die sich mir sofort stellte. Gleichzeitig dachte ich an eine Freundin, die dem Alltag mit Ihrer Kamera entflieht und stundenlang in der Natur nach gefiederten Geschöpfen Ausschau hält. Sie sagt, es sei für sie Entspannung pur. Ist es das, was der Autor erreichen will? Warum dann ein ganzes Buch, wenn es so banal ist?

Da muss mehr dahinter stecken. Die Biographie des Autors spricht dafür. Torsten Andreas Hoffman ist studierter Kunstpädagoge mit Schwerpunkt Fotografie. Er ist Mitglied des BBK Frankfurt, der Bildagentur LOOK und der DGPh. International bekannt geworden ist er mit seinem Bildband “New York, New York”, einer subtilen Auseinandersetzung mit den Geschehnissen des 11.September 2001.

Der Autor veranschaulicht in seinem Buch, wie man die Fotografie so individuell entwickeln kann, dass sie zu einem Ausdruck der eigenen Persönlichkeit wird. Er gibt dem Rezipienten Anregungen, wie sie zu dem eigenen Weg in der Fotografie finden können und nicht nur die äußere Wirklichkeit abzubilden sondern auch die eigenen Gedanken, Gefühle und Bilder in die Fotografie einfließen zu lassen. Um dort hin zu gelangen, hilft die Meditation und Kontemplation. Das Buch ist in 28 Kapitel unterteilt

In Kapitel eins kommt gleich zum Ausdruck, warum Fotografie und Meditation eine gute Symbiose bilden. Meditation und Kontemplation sind nicht zu trennen. Kontemplation ist der meditative Weg und besagt “anschauen, betrachten” und ist das, was für die Fotografie besondere Gültigkeit hat, denn es bedeutet so etwas wie beschauliche Betrachtung, so der Autor. Um etwas Beschaulich betrachten zu können, müssen wir uns in einer tiefen Entspannung befinden und Blockaden, Schubladendenken, Sorgen, Ängste etc. abgelegt haben. Mit einer Einführung in die Zen-Meditation beginnt die Reise, die unglaublich spannend und faszinierend zugleich ist. Der Autot führt hin zu Bildern, die Tiefe haben. In zahlreichen Abbildungen wird Theorie unterstrichen und im Kontext klar visualisiert. Jede Abbildung wird vom Autor besprochen in Inhalt, Bezug und mit teils sogar technischen Angaben, die veranschaulichen, wie eine besondere Bildaussage zu Stande kommen kann. Denn das ist das Ziel, Bilder zu erschaffen, die zum Nachdenken einladen und eine Botschaft transportieren und von einer von Weisheit sprudelnden Quelle der Inspiration zeugen.

Für wen ist das Buch geeignet? Für jeden fotografierenden Menschen, der mit seinen Bildern etwas sagen möchte was über Studium hinaus geht und zu Punctum führt. Mein Titel des Buches ist “sehen lernen”, sowohl mit dem inneren als auch dem äußeren Auge. Ein Weg, der sich zu gehen lohnt in einer Welt, in der man tagtäglich überhäuft wird mit abermillionen unreflektierter Bilder.
Torsten Andreas Hoffmann hat ein Werk geschaffen, das über die Zeit hinaus ein Standardwerk für Bildschaffende darstellen wird und in die Bücherregale von jedem anspruchsvollen Fotografen gehört.


Weiterführender Link: dpunkt.de

 

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

Bei dem Bemühen um Objektivität können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Wenn Ihnen etwas auffällt, schreiben Sie bitte eine Nachricht an den Autor.

Uwe Möbus beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Fotografie. Seine Erfahrungen gibt er in Trainings, Workshops und individuellen Coaching an alle Interessierte weiter.

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“Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen -der Spieler- mit in meine objektiven einfließen zu lassen.” – Erich Ribbeck

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Im Titel wird klar, dass alles Objektive von Subjektivität beeinflußt wird. Alles Geschriebene ist meine persönliche Meinung. Und diese ist nicht beeinflußbar, auch nicht mit viel Geld.
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