Minus 2/3 – Gerd Ludwig

Minus 2/3 – Gerd Ludwig

Reportage- und Straßenfotografie mit dem unsichtbaren Blitz – Eine Meisterklasse, so der Untertitel des Querformatigen Buches. Das Format ist zwar etwas ungewohnt und unhandlich, aber wir sehen ja auch im Querformat und damit ist das Querformat des Buches nur logische Konsequenz. In anderen Fotobüchern sind die Qerformatigen Bilder über Doppelseiten abgebildet.
Das Querformat hat vllt auch etwas mit Querdenken zu tun. Ich weiß es nicht genau, aber statt Erklärungstexten zu den Aufnahmeparametern der Bilder gibt es Piktogramme. Wie diese Piktogramme zu lesen sind, wird gleich zu Beginn des Buches erklärt.
Alle Bilder sind links, rechts finden sich unten die Piktogramme und oben ein Text, der im Kontext zum Bild links steht.

Das Buch hat wenig Inhalt, könnte man meinen, wenn man das Inhaltsverzeichnis betrachtet.

  • Einleitung
  • Die Piktogramme
  • Fotos mit Beschreibung und technischen Anmerkungen

Das ist alles. Ein Bilderbuch also. Von wegen, weit gefehlt. Minus 2/3 bezieht sich auf eine spezielle Blitztechnik, nämlich den unsichtbaren Blitz! Und mit seinen Bildern beweist Gerd Ludwig, daß er ein Meister des Bildes ist.
Gleichzeitig ist das Buch auch eine sozialkritische Auseinandersetzung mit Vorkommnissen in der Welt, des Menschen Leid, was nicht jedem gefallen wird. Die Dokumentarfotografien sind beeindruckend und Gerd Ludwig versteht es, Menschen in würdiger Weise abzulichten. Er hat eine Bildsprache gefunden, die ihresgleichen sucht.

Wenn es anfänglich bei dem Buch um die Vermittlung von einer besonderen Aufnahmetechnik mit dem Aufsteckblitz ging, ist das Buch deutlich mehr geworden. Es ist ein zeitgeschichtliche Dokumentation und auch für diejenigen Interessant, die gar nichts von der Aufnahmetechnik wissen wollen.

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objektiv subjektiv

“Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen -der Spieler- mit in meine objektiven einfließen zu lassen.” – Erich Ribbeck