Monitorkalibrierung Pro

Gerade auf facebook wird in den vielen Gruppen für Fotoenthusiasten über falschen Weißabgleich, falsche Farben, Kontraste etc. gestritten. Eigentlich ist das auf facebook ja fast völliger Blödsinn, da die veröffentlichten Bilder oftmals von facebook komprimiert wurden. Damit geht auch ein Verlust der Qualität einher. Postet Eure Bilder im png24 Format mit einer Kantenlänge von 1000 Pixel. Da seit Ihr auf der halbwegs sicheren Seite.

Aber zurück zum eigentlichen Thema, der Bildschirmkalibrierung. Die Vollprofis, die für Dienstleister arbeiten, und bei denen z.B. bei Farben von Logos wie dem der Telekom etc, 100% stimmen müssen, mit hardwarekalibrierten Monitoren. Diese sind ab dem 4stelligen Eurobereich zu bekommen. Um diese Monitore geht es nicht. Wir Peoplefotografen, Landschaftsfotografen, Stil-Life-Fotografen etc, können uns entsprechend unserem Budget einen normalpreisigen Monitor leisten. Zumeist benutzen wir aber eh ein Laptop. Die Monitore sind vom Hersteller nach seinem Gusto eingestellt. Oft sollen sie knallige Farben zeigen, was für die Qualität des Bildschirms sprechen soll. Auf glänzenden Displays werden Farben noch mal anders dargestellt, als auf matten Displays. Bei den glänzenden Displays kommt noch das Problem hinzu, dass die Farben der Umgebung reflektiert werden und uns in der Farbwahrnehmung irritieren.

Ich habe mein MacBook Pro, an dem ich gerade diesen Artikel verfasse, den Monitor mit dem Spyder4 Pro kalibriert. So sieht man Monitor ohne Kalibrierung aus. Die Farbdarstellung ist deutlich kalt in Richtung blau.

Bildschirmfoto 2015-06-07 um 11.26.34

Nach der Kalibrierung zeigt sich eine deutlich wärmere Darstellung. Gerade für mich als Peoplefotograf von besonderer Wichtigkeit in Bezug auf Hautfarbtöne.

Bildschirmfoto 2015-06-07 um 11.27.00

Mit dem Spyder4 Pro ist auch eine Analyse des maximalen Umfangs der Farbdarstellung möglich. In Bezug auf sRGB zeigt mein Monitor 99% des Spektrums an.

Bildschirmfoto 2015-06-07 um 11.24.24

Bei Adobe RGB ist es deutlich weniger, nämlich nur 78%.

Bildschirmfoto 2015-06-07 um 11.23.58

Ich hoffe, ich habe Euch verdeutlicht, wie wichtig die Kalibrierung Eurer Monitore ist. Aber Farbkalibrierung fängt bei der Aufnahme an. Habt Ihr schon mal überprüft, wie Euer Kameramodell die Farben sieht? Wer auch darüber mehr erfahren möchte, dem empfehle ich meinen Artikel dazu. http://www.photoportraits.de/wordpress/blog/farbprofilierung-mit-dem-spydercheckr24-in-der-praxis/

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

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Uwe Möbus beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Fotografie. Seine Erfahrungen gibt er in Trainings, Workshops und individuellen Coaching an alle Interessierte weiter.

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