Photoflex FlexFlash 400

Warum diesmal nicht Multiblitz wird sich mancher Leser meines Artikels über den X10 fragen. Ein Grund ist, dass für die Backlights im Studio Highspeedblitzgeräte nicht unbedingt erforderlich sind. Das Multivoltage Blitzgerät Profilite Plus 4 schlägt mit rund 1000,– Euro zu buche. Bei enjoyyourcamera.com bin ich auf ein Blitzgerät der Marke Photoflex aufmerksam geworden. Es hat 400 Ws und ist auch Multivoltage fähig. Ergo kann ich den Blitz auch an dem Propac von Multiblitz anschließen. Die Leistungsregelung erfolgt über 7 Blendenstufen, der Multiblitz hat eine mehr. Die Schrittweite beträgt bei beiden Zehntelstufen. Beim Flexflash kann auf die Anzeige von Bruchwerten umgeschaltet werden und die Leistung in 1/3 Blendenstufen von 1/1 bis 1/64 angepasst werden. Der Lüfter schaltet sich nur bei Bedarf ein. Bei einer Reduzierung der Blitzleistung wird die überschüssige Energie geräteintern abgebaut. Ein Abblitzen ist nicht erforderlich. Die Blitzdauer beträgt 1/800 Sekunde. Ein Wert, der für HSS geeignet sein könnte, aber keinesfalls um schnelle Bewegungen einzufrieren. Das mit dem HSS werde ich mal extra testen. Das Einstelllicht kann frei, proportional oder auf voll geschaltet werden. Die Halogenbirne mit E27 Gewinde darf maximal 120 Watt haben. Die Synchronzeit für einen Funkauslöser beträgt 1/250.

Die Blitzröhre sitzt weit vorn. So ist eine perfekte Ausleuchtung von Softboxen gewährleistet.

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Das Bedienfeld ähnelt denen von Elinchrom und ist logisch aufgebaut. Ein Blick in die (englischsprachige) Bedienungsanleitung kann dennoch nicht schaden. Auf dem Display werden weiße Zahlen und Symbole auf dunkelblauem Grund angezeigt und sind gut ablesbar auch in heller Umgebung. Das Einstellicht kann proportional, frei, voll und aus geschaltet werden. Die Schaltung erfolgt genau in dieser Reihenfolge über die mittlere der drei Drucktasten auf der linken Seite. Die Tasten mit den Pfeilen nach oben bzw. unten sind für die Leistungseinstellung im Modus frei.

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Soweit so gut. Nicht gut ist die Adapteraufnahme vom Typ Bowens S. Diese ist mit drei winzigen Schrauben befestig und wackelt. Die Aufnahme ist nicht der schwarze Ring! Vielmehr greifen die Zapfen des Adapters genau dahinter. Bei einem Preis von rund 400,– Euro für den Blitz ist das besser machbar. Ein Digital Pioneer von Jinbei hat in dem Bereich eine deutlich bessere Qualität zu bieten bei fast gleichem Preis und hat auch noch ein Funkmodul für eine optional erhältliche Fernbedienung eingebaut. Dennoch gibt der Hersteller die maximale Größe einer Octabox mit 203 cm an.

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Ein Normalreflektor gehört neben einem Synchronkabel und Netzkabel zum Lieferumfang.

Plus

  • kompakte kleine Bauweise
  • Bowens S Type Adapter für eine Vielzahl Zubehör
  • Multi Voltage Netzspannung
  • 7 Stufen Leistungsregelung
  • gutes kontrastreiches Display
  • Reflektor im Lieferumfang
  • großer Klemmhebel
  • Schirmaufnahme
  • Pre-Flash Lernfunktion

Minus

  • Preis
  • lockere Adapteraufnahme (kann mit Kreuzschlitz-Schraubendreher behoben werden)
  • Einstelltasten teils beleuchtet
  • Netzkabel schwarz (Stolpergefahr in dunkler Umgebung)
  • keine Schutzglocke (auch nicht nachrüstbar)

Der FlexFlash wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von: enjoyyourcamera.com

Nachtrag: Angeschlossen an dem Propac macht der Blitz beim Laden von mir nicht einzuordnende Geräusche. Daher kommen die Blitzgeräte für meine Verwendung on Location in Verbindung mit dem Propac nicht in Betracht.

Uwe Möbus

Unter dem Motto "Objektiv Subjektiv" schreibt der Author über Themen rund um die Fotografie und schaut dabei auch über den Tellerrand hinaus.

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Uwe Möbus beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Fotografie. Seine Erfahrungen gibt er in Trainings, Workshops und individuellen Coaching an alle Interessierte weiter.

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