DIY Nodalpunktadapter Teil 3

Im letzten Teil meiner Reihe zur Panoramafotografie mit einfachen Nodalpunktadaptern zeige ich Dir noch eine praktische Hilfe. Wie richtet man die Kamera im Hochformat mittig aus? Wichtig bei der Montage der Kamera ist, die Objektivachse genau mittig auszurichten. Ich habe dafür mal etwas vorbereitet.

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Hier sieht man die Kamera noch im Querformat auf der Schiene von Neewer. Die Schiene hat eine um 90 Grad versetzte Schnellaufnahme mit Lineal. Darauf ist die Kamera montiert. Die Original Bodenplatte von Fujifilm hat eine Markierung, die die Lage der Objektivachse anzeigt. Damit ist es kinderleicht, die mittige Ausrichtung einzustellen. Bei einem Panorama möchte man aber gerne das Hochformat nutzen. Bei meinem L-Winkel X-T2L von Mengs befindet sich keine Markierung für die Objektivachse. In meinem Fundus bin ich fündig geworden.

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Montiert sieht das dann so aus:

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Damit war die mittige Ausrichtung ganz einfach. Das Fokusmessfeld habe ich auf Mitte gestellt und manuell fokussiert. Auf die kurze Distanz war natürlich nicht mit einer scharfen Abbildung zu rechnen. Die brauchte es auch gar nicht.

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Die zur Kamera gewandte Fläche des Inbusschlüssels zeichnet sich tief schwarz ab. Durch Verschieben der Kamera konnte ich die Mitte finden. Die linke Kante der Aussparung an dem L-Winkel zeigt exakt die 5 an. Das merke ich mir dann mal. Nun muss man noch mal den Nodalpunkt überprüfen. Wie geht das? Ganz einfach. Ich habe einen Türrahmen als Fixpunkt genommen und meine Kamera ca. 3 Meter entfernt aufgestellt. Das Stativ ist ca. 2 Meter entfernt. Die Kamera ist so positioniert, dass ich das Stativ exakt an der Kante des Türrahmens habe. Wenn ich die Kamera nun wie bei einer Panoramaaufnahme axial drehe, darf sich das Stativ nicht nach rechts oder links im Bild bewegen. Ist das der Fall, stimmt der Nodalpunkt nicht.

Ich bin mit meiner Lösung sehr zufrieden und beginne mit dem Erlebnis Panoramafotografie.