Out of camera – Blödsinn?

OOC = Out of camera

Manche Fotografen kennzeichnen ihre Bilder mit OOC, was so viel bedeutet wie “aus der Kamera”. Könnte man meinen. Es wäre auch richtig wenn man es so sehen würde. Nur verhält es sich ja eher so, dass diese Fotografen mit ooc sagen wollen, ihre Bilder sind nicht bearbeitet. Schau her du dummer Fotograf, ich kann fotografieren, ich brauche keine Bildbearbeitung. Usw. usw.
Sind Bilder direkt aus der Kamera unbearbeitet und spiegeln das Können des Fotografen wider? Es kommt darauf an. Das Können des Fotografen spiegelt sich in den technischen Aspekten wider, wenn er seine Kamera kennt und die Parameter der Einstellmöglichkeiten optimal für die Aufnahmesituation einstellt. Nur vergisst unser perfekter Fotograf, dass seine Kamera eine Bildbearbeitung vornimmt. Ob er will oder nicht. Selbst dann, wenn er alle im Kameramenü befindlichen Funktionen zur Bildbearbeitung abgewählt hat. Das bedeutet, dass es ein neutrales JPG nicht gibt.

Wenn wir sagen wollen, wir haben unser Bild mit keinerlei Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet, dann ist die Kennung ooc sicher brauchbar.

Übrigens, sind Kameras intern mit einem Algorithmus ausgestattet, der Bildsituationen erkennt und darauf entsprechend den Vorgaben des Kameraherstellers Presets anwendet. Diese Presets sind nicht diejenigen, die im Kameramenü gewählt werden können. Es bedeutet auch, dass unsere Kameras in der Lage sind, ein Testchart zu erkennen. Was das bedeutet, liegt doch auf der Hand oder?

In nächsten Artikel spreche ich dann mal von dem Digitalen Negativ oder Umgangssprachlich dem Rohbild.

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objektiv subjektiv

“Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen -der Spieler- mit in meine objektiven einfließen zu lassen.” – Erich Ribbeck